Tätigkeit


2010

Das Jugendbüro Passeier wurde am 01.04.2008 gegründet und feierte im April diesen Jahres sein zweijähriges Bestehen. Der ehrenamtliche Vorstand und die Jubpa-Mitarbeiter haben das vergangene Jahr mit abwechslungsreichen und anspruchsvollen Programmen und mit vielen Projekten und Angeboten gefüllt. Viele Jugendliche, Eltern, Pädagogen und Interessierte haben sich eingebracht, kräftig mitGEMISCHT, mitGEPLANT und mitGEREDET. DANKE!

Die subsidiäre Arbeit des Jugendbüros Passeier schlug sich auch im Jahr 2010 in einem breit ausgelegten und facettenreichen Jahresprogramm nieder. Der „Passeirer Veranstaltungskalender für Jugendliche – das INsideOUT 2010“ bietet dazu einen guten Überblick. Die Zusammenarbeit mit dem Schulsprengel Passeier konnte durch das Projekt „Rund ums Essverhalten“ intensiviert werden und Institutionen wie der Gesundheitssprengel Passeier mit dem Dienst für Ernährung, in die Tätigkeit integriert werden. Der Evaluationsbericht des Projektes gibt den Veranstaltern Recht und ermutigt das Projekt auch in Zukunft weiterzuführen.

Im Zuge der vereinsgebundenen Jugendarbeit konnten Initiativen wie die „Jungbläserwoche Passeier“, „Jugendwallfahrt nach Trens“, „den Kreuzweg beten“, „Selbstverteidigungskurs für Mädchen“ uvm. unterstützt werden. Ein besonderer Augenmerk wurde auch auf die Unterstützung und Begleitung der Neugründung der Jugendgruppe Volleyball gelegt, welche schlussendlich in die Gründung der VSS Jugendgruppe Volleyball unter dem Amateursportclub Passeier gipfelte. Ab Herbst 2010 können nun ca. 20 Jugendliche im Alter zwischen 8-15 Jahren wöchentlich von einer Jugendtrainerin in Volleyball unterrichtet werden. Besonders Mädchen nutzen heute dieses neue und wichtige Angebot, welches von Eltern als Idee an das Jugendbüro herangetragen wurde. Damit konnte das Vereinsleben in Passeier, durch die Jugendgruppe sinnvoll bereichert werden.

Aber auch die Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugendarbeit war äußerst fruchtbar: Workshops wie „Orientalischer Tanz“, „Brake Dance“, „Trommelworkshop“ und das Theaterstück „Dossier Roland Ackermann“ zum Thema Homosexexualität, Sterbehilfe und Aids wurden in Passeier durchgeführt und fanden großen Anklang.

In der offenen Jugendarbeit wurde heuer ein ganz besonderes Projekt initiiert: das Jugendfilmprojekt. Drehbuch, Dreharbeiten und Postproduktion dieses 45 Minuten Streifens wurden zusammen mit Jugendlichen aus dem Passeiertal und darüber hinaus umgesetzt. Auch das Amt für audiovisuelle Medien der Aut. Provinz Bozen Südtirol unterstützte dieses Projekt. Dabei begleiteten die Themen „Kreativität“, „Zusammenarbeit“ und „Verantwortung übernehmen“ dieses frei zugängliche Jugendbüroprojekt. Die sozialen Kompetenzen der rund 15 Teilnehmer aus dem ganzen Tal, konnten über die Plattform „Film“ in der Gemeinschaft gestärkt werden. Das Ergebnis wird im Sommer 2011 der Öffentlichkeit präsentiert.

Ein weiteres großes Thema im vergangenen Jahr war der geplante Umbau der 2009 erworbenen Struktur Hahnebaum im Hinterpasseier. Der Kostenvoranschlag von rund 1 Million Euro brachte es mit sich, dass viel Zeit mitunter damit verbracht wurde, die Finanzierung zu sichern. Durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen der SKJ, dem Amt für Jugendarbeit, den Gemeinden des Tales und verschiedenen Spendern steht der Finanzierungsplan für die geplanten Umbauarbeiten, welche das Jahr 2011 begleiten werden.

Das im Spätherbst 2010 abgehaltene Passeirer Jugendforum (JUFO) wurde heuer in Platt im Hinterpasseier abgehalten. 10 Vereine und Netzwerkpartner aus dem Passeiertal waren anwesend und diskutierten unter der Co-Moderation des Südt. Jugendrings angeregt u.a. über die nötigen wünschenswerten Ausbildungsmöglichkeiten von Vereinen in der Jugendarbeit. Die Ergebnisse finden Einzug in die Jahresplanung für das Jahr 2011 des Jugendbüros.




2009

Dezent im Hintergrund und doch präsent“, „da zu helfen wo Hilfe notwendig ist“, „Projekte an schubsen und lancieren“, „innovative Weichen für die Jugend- und Vereinsarbeit im Tal stellen“, „Ideen Gehör verleihen und Vertreter der Jugendvereine an einen Tisch bringen“ – so könnte man die Arbeitsweise des Jugendbüros in der verbandsgebundenen und offenen Jugendarbeit des vergangenen Jahres in Passeier kurz charakterisieren.

Besonders zu unterstreichen ist der Erwerb der Struktur Hahnebaum (ehem. Jägerschule) im Hinterpasseier im Februar 2009 durch die Gemeinden des Tales, auf Initiative des Jugendbüros hin.
Die SKJ Landesleitung und das Jugendbüro Passeier werden diese Struktur mit Hilfe von Land, Gemeinden und Dritten umbauen und in Zukunft der Jugendarbeit südtirolweit zur Verfügung stellen. Mit dem Kauf der Struktur und den bevorstehenden Umbauarbeiten ging ein lang gehegter Wunsch, hinter welchem viel Engagement und Einsatz standen in Erfüllung und wird die Jugend- und Vereinsarbeit im Tal nachhaltig positiv beeinflussen. Ein auf 30 Jahre ausgelegter Leihvertrag regelt alle Rechte und Pflichte zwischen den Eigentümern der Struktur, den Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier und den Leihnehmern Südt. Katholische Jugend und Jugendbüro Passeier.

Die Gründung des „Netzwerk Jugendarbeit Passeier“ im Jahr 2009 kann u. a. als besonders wichtiger Schritt für die Jugendarbeit talweit gesehen werden. Durch die kostenlose Mitgliedschaft in diesem Netzwerk wird Passeirer Jugendvereinen die Möglichkeit geboten zusammen aufzutreten, gemeinsame Interessen auf den Punkt zu bringen und beim jährlich stattfindenden Jugendforum Passeier auch mit Politikern relevante Themen in ungezwungener Art und Weise zu diskutieren.

 

 

Zahlen und Fakten

  zur Förderung und Unterstützung der Jugendarbeit in den Gemeinden Moos und St. Leonhard in Passeier wurden im Jahr 2009

 

148 Diskussionsrunden, Vorstandssitzungen, Planungs- und Netzwerktreffen abgehalten

 

50 Beratungsgespräche geführt 
  (davon 20 mit Eltern oder Erwachsenen)

 

                    in 7 Dörfern über 12 für die Jugendarbeit nutzbare Strukturen urbanistisch erfasst und dokumentiert. Mit der örtlichen Jugend wurdenWünsche und Verbesserungsvorschläge für das Leben im Dorf erarbeitet.



                                             über 30 Aktionen und Projekte veranstaltetet – dabei wurden 10 Institutionen aus Passeier subsidiär unterstützt und in das Jugendbüro Netzwerk integriert

  

                                                                                                    5 Netzwerkpartner auf Landesebene im Zuge von Vorträgen oder Workshops ins Tal geholt