Gesundheitsförderung

Die Gesundheitsförderung wird verstanden als ein Prozess, der Menschen befähigen soll, mehr Kontrolle über ihre Gesundheit zu erlangen und sie zu verbessern durch die Beeinflussung der Determinanten für Gesundheit.

Die Gesundheitsförderung setzt an den Schutzfaktoren den so genannten Ressourcen an und will diese fördern beispielsweise durch Lebenskompetenzprogramme, welche das Selbstwertgefühl und die Problemlösungskompetenzen steigern sollen.

Die Gesundheitsförderung setzt sich zum Ziel, das Wohlbefinden und die Gesundheit zu steigern. Das zugrunde liegende Modell der Gesundheitsförderung ist das Salutogenesemodell vom Medizinsoziologen Araon Antonovsky. Die Salutogenese beschäftigt sich mit der Gesundheitsentstehung. Die Kernfrage des Salutogenetischen Modells ist, was den Menschen trotz Risiken und Belastungen gesund hält (Hurrelmann K, Klotz T, Haisch J., 2007). Ein wichtiges Konzept in der Salutogenese ist das Kohärenzgefühl (Sense of Coherence- SoC).

…Das Kohärenzgefühl ist eine Grundhaltung dem Leben gegenüber, die in der Jugend entsteht und das ganze Leben über wirksam ist. Also ein umfassendes und dauerhaftes Gefühl des Vertrauens, dass die Ereignisse im Leben vorhersehbar und erklärbar sind und es wird darauf vertraut, dass genügend Ressourcen zur Verfügung stehen um Lebensanforderungen positiv gegenüberzutreten und diese erfolgreich zu meistern und es sich lohnt diese zu bewältigen… (H. Steinach,2004).

Den Ausführungen der Fachliteratur zur Folge ist die Bewegungs-, Erfahrungs- und Lebenswelt der Heranwachsenden bedroht bzw. bereits zu sehr eingeengt. Fernsehen, Computerspiele, verbaute, teilweise auch fehlende und ansprechende Handlungsräume, sowie nicht vorhandene oder greifende pädagogische Konzepte halten Kinder anscheinend davon ab, freudvollen, fordernden und auch gesunden Beschäftigungen vermehrt nachzugehen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen und geringere Lebensqualität können die Folge sein.

Es gibt zu wenig kindgerechte Angebote oder Konzepte welche erfolgreich versuchen, entstandenen oder sich anstellenden Defiziten bei Kindern im sozial-emotionalen-, motorischen- und kognitiven Bereich (ganzheitlich) entgegenzuwirken. Noch spärlicher ist die Anzahl an Konzepten, welche einheimische Kinder und Gästekinder unter die „gleiche Fahne der Kindheit und deren Bedürfnisse“ stellen und den alpinen Raum als Handlungsraum mit einbinden.

Im Zuge des Erlebissommerprogramms des Jugendbüros Passeier wird ersucht diesen Defiziten Rechnung zu tragen und einen Beitrag zur Gesundheitsförderung im Kindesalter zu leisten.