Ideenwerkstätten

Ideenwerkstatt St. Leonhard

„Leonhards.Zentrum“ – „Jugendzentrum St. Leonhard“

Bereits seit Jahren wird darüber diskutiert, für den Hauptort St. Leonhard ein Jugendzentrum zu bauen. Im Jahr 2013 kam die St. Leonharder Jugendreferentin Josefine Schwarz und der verschiedene Bürgermeister Oswald Tschöll auf das Jugendbüro Passeier mit der Bitte zu, den alten und als bald ausgedienten Kindergarten im Herzen von St. Leonhard eine neue Funktion in Form eines Jugendzentrums zu verleihen. Daraufhin folgten erste Überlegungen, Gespräche mit Jugendlichen, Eltern und Vereinsmitgliedern des Jugendbüros. Seitdem wird dieses Anliegen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde St. Leonhard weitergebracht. Auch wurden Kontakte zu Jugendzentren in Südtirol aufgebaut und u.a. das Jugend-Kulturzentrum in Gröden besucht und analysiert, um Erfahrungswerte und „best practice“-Beispiele kennen zu lernen.

Aufbauend auf den Erfahrungen, Austauschtreffen und Gesprächen mit vielen Netzwerkpartnern und Jugendlichen entstand eine konkrete Vorstellung wie ein solches Zentrum in St. Leonhard funktionieren könnte. Jedoch mit dem Anspruch, nicht nur für Jugendliche einen Treffpunkt zu generieren, sondern auch offen zu sein für alle im Dorf, besonders aber auch Projekten und Initiativen (auch zukünftigen) eine geografische Heimat zu bieten (Bsp. Erlebnissommer).

Durch die Wiederbelebung des Jugendbeirates vor drei Jahren, schuf die Gemeinde St. Leonhard für sich die Voraussetzung, der Jugend politisch mehr Gehör zu verschaffen. Eine Aufgabe, welche der Jugendbeirat mit Hilfe des Jugendbüros übernommen hat, war die Erarbeitung und Auswertung eines Online-Fragebogens für die St. Leonharder Jugend. Die Ergebnisse zeigen klar, dass ein Jugendzentrum mit durchdachter Infrastruktur und inhaltlicher Begleitung gewünscht, gebraucht und auch gefordert wird.

Der Infoabend im Februar 2020 zum Jugendzentrum informierte interessierte Jugendliche und Erwachsene aus dem Dorf über das geplante Jugendzentrum. Teil des Infoabens war auch ein Lokalaugenschein im alten Kindergarten, damit die Teilnehmer die Dimensionen besser einschätzen konnten und somit auch die Pläne des Architekten besser verstehen konnten. Zudem wurde eine Echtzeit-Onlineumfrage durchgeführt, bei der die ca. 50 anwesenden Personen alle eifrig mitmachten. Die Ergebnisse dazu findest du hier.

Durch die spezielle Situation im Jahr 2020 konnten weitere Ideenwerkstätten zum Leonhards.Zentrum leider nicht mehr sattfinden. Deshalb hat das Jugendbüro eine Online Umfrage zum Zentrum erstellt mit Fragen zu vielen Bereichen wie z.B. Außengelände, Jahresprogramm, Namensgebung, Öffnungszeiten, Bar, Bandraum, Aufnhamestudio und vieles mehr. Die Ergebnisse der Umfrage findest du hier.

Zudem wurde der Jubpa-Jugendausschuss erweitert und besteht mitlerweile aus ca. 15 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 22. Die Jugendlichen sollen bei der Planung mitreden, mitdenken und neue Ideen und Inputs für die Gestaltung des Zentrums einbringen.

Ideenwerkstatt Moos

„Jugendzentrum Moos“

Durch das große Bauvorhaben der Gemeinde im Dorfzentrum von Moos, bei dem vor allem das neue Vereinshaus im Mittelpunkt steht, ist neben Wohnungen, Mehrfachnutzungsräumen und Probelokalen auch ein großzügiges Jugendzentrum geplant. Eine Projektgruppe, bei der vor allem die Jugendlichen des Dorfes involviert sind, hat bereits einige Pläne ausgearbeitet und der Gemeindeverwaltung vorgelegt. Das Jugendzentrum soll in erster Linie von den Jugendlichen genutzt werden, kann aber bei Bedarf auch Vormittags von Eltern mit Kindern oder Abends für weitere Veranstaltung genutzt werden.

Um die Jugendlichen einzubinden wird das Jubpa eine Ideenwerkstatt organisieren, bei der die Bedürfnisse und Wünsche der Jugend angehört und in die Planung eingebaut werden. Die Jugendlichen sollen bei der Planung mitreden, mitdenken und neue Ideen und Inputs für die Gestaltung des Zentrums einbringen. Die Ergebnisse werden der Gemeinde Moos als Bauträger weitergegeben.

Ideenwerkstatt Platt

Die vom Jugendbüro initiierte Ideenwerkstatt befindet sich in der Umsetzungsphase. Die gesammelten Ideen/Vorschläge und der erarbeitete Maßnahmenkatalog wurde von der Gemeinde Moos gutgeheißen.

Ins Leben gerufene Ideenwerkstatts-Aktionen wie: Kinderkino, Jugendmessen, Öffnung Rodelbahn im Winter, Lichtfest uvm. sind bereits für das Dorfleben zum fixen Bestandteil geworden. Das Jubpa betreut einzelne Punkte in enger Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und den Vereinen des Dorfes. Viele Initiativen laufen autonom. Besonders erfreulich ist der im vorletzten Jahr gesegnete neue Kinderspielplatz in Platt, welcher enormen Zuspruch findet. Umgesetzt wurde der Rundweg um die Kirche, das Lesehäuschen für die Dorfbewohner, ein Gehsteig ins obere Dorf, ein Dorfbrunnen, die Aufwertung des Biotopes Waldviertel und die Umgestaltung der alten Pfarrbibliothek im Pfarrhaus Platt für die Dorfvereine.

Auch im Jahr 2020 werden weitere Punkte der Ideenwerkstatt von der Gemeinde Moos in Zusammenarbeit mit den Dorfvereinen oder dem Jubpa umgesetzt. Geplant ist die Eröffnung eines öffentlichen WC’s und die Umgestaltung des oberen Dorfplatzes.

Krafthaus Josef Mayr-Nusser

Der Umbau – ein Gemeinschaftsprojekt

In Zusammenarbeit mit SKJ Jugendgruppen und Jugendlichen aus Passeier und mit Unterstützung der Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin wurde das alte Kraftwerkshäuschen vom Jugendbüro Passeier zu einer Josef Mayr-Nusser Gedenkkapelle umgebaut. Kinder und Jugendliche haben in Eigenregie das alte Gebäude ausgeräumt, Wände, Eingang und Umgang gesäubert und trockengelegt. Auch die lebhaften Fensterbilder wurden von den Jugendlichen entworfen und gezeichnet. Der steinerne Boden ist aus einem Marmorindling aus der Passer entnommen, die Tür aus Lärchenholz mit der aufgehende Sonne wurde von einem Hinterpasseirer Tischler gefertigt. Die Malerarbeiten und Zitatbeschriftungen wurden von einem lokalen Künstler umgesetzt. Die Kapellenausstattung wurde von Jugendlichen und Mitgliedern des Jugendbüros konzipiert und mit lokalen Firmen umgesetzt.

Ready for the future

Zukunftswerkstatt – Südtiroler Jugendring, Plattform Land, Jugendbüro Passeier

Gemeinsam haben sich die Teilnehmer der Frage gewidmet was Gemeinden, speziell im ländlichen Raum, in Zukunft benötigen um für junge Menschen attraktiv zu sein.

Insgesamt steht der ländliche Raum in Südtirol im Vergleich mit anderen Regionen gut da. Damit dies auch zukünftig so bleibt, ist vor allem die junge Generation nach ihren Ideen für den ländlichen Raum gefragt. Der Jugendring hat in Zusammenarbeit mit der Plattform Land zu diesem Thema mehrere Abende in ganz Südtirol organisiert. Einer davon war in Moos.

Unter dem Motto „ready for the future – bereit für die Zukunft?“ erarbeiteten und diskutierten die anwesenden Personen wichtige Themen und Ideen rund um die Zukunft des ländlichen Raums und stellten sie in Kleingruppen den anderen Teilnehmern vor. Die Ergebnisse des moderierten Abends in Moos zeigen klar auf, dass die Themen attraktivstes und leistbares Wohnen, Arbeitsplätze, Freizeit-Infrastrukturen, Familienfreundlichkeit und Schulen am wichtigsten sind. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es sehr positiv ist, die BürgerInnen bei der Entwicklung ihres Heimatdorrf mit einzubeziehen.

Vorstellung der Ergebnisse im Bildungshaus Kloster Neeustift

Die Veranstaltung im Bildungshaus Kloster Neustift diente dazu die Gesamtergebisser der Workshop-Abende in Moos, St.Lorenzen, Bozen und Naturns vorzustellen. Nach der Begrüßung stellte Andrea Koch von der SAB aus der Schweiz das Projekt „Jugendfreundliche Bergdörfer“ vor, bei dem es darum geht, Gemeinden im ländlichen Raum für ihre Attraktivität für junge Leute zu belohnen. Danach wurden die in den Vorabenden erarbeiteten Schwerpunkte von Peter Grund, vom Südtrioler Jugendring vorgestellt. Anschließend gab es dazu eine Podiumsdiskussion mit Jasmin Ladurner (Landtag), Michael Epp (Bürgermeister), Tanja Rainer (Jugendring), Andreas Schatzer (Plattform Land) und zwei Teilnehmern der Workshop-Abende zu denen Thomas Schölzhorn vom Jugendbüro gehört.

Folgende Fragen wurden behandelt: Was braucht (m)eine Gemeinde, um auch in Zukunft attraktiv für junge Menschen zu sein? Sollte es eine Auszeichnung, ein Label für Gemeinden geben, die sich aktiv für junge Menschen einsetzen? Wie kann man junge Menschen dazu motivieren sich für den ländlichen Raum zu engagieren?